12 Jahre Arbeitslager

9. Juni 2009 | Von Kristof Korwisi | Kategorie: Politik

Wegen illegalen Grenzübertritts und eines (nicht näher erläuterten) schweren Verbrechens gegen die koreanische Nation wurden am Montag zwei amerikanische Journalistinnen zu je zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt. Bereits Mitte März wurden die beiden Journalisten aus immer noch ungeklärten Umständen bei Recherchen in der koreanisch-chinesischen Grenzregion von nordkoreanischen Soldaten gefangen genommen. Es ist zum Beispiel fraglich, ob es sich um eine versehentliche oder wissentliche Grenzüberschreitung handelte.

Zwölf Jahre »Umerziehung durch Arbeit«

Zwölf Jahre »Umerziehung durch Arbeit«

Das hohe Strafmaß mag hingegen aus den momentan sehr angespannten diplomatischen Verhältnissen zwischen Nordkorea und den USA resultieren, welche durch die erst kürzlich von Nordkorea erneut durchgeführten Atomwaffentests erneut strapaziert wurden. Das Regime des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il verspricht sich möglicherweise durch die Inhaftierung und Verurteilung der beiden amerikanischen Journalistinnen eine gestärkte Verhandlungsposition gegenüber den USA in Hinblick auf mögliche Zugeständnisse der Amerikaner hinsichtlich Nordkoreas Atomwaffenpolitik.

Quellen:
Frankfurter Allgemeine (Zwölf Jahre Arbeitslager für amerikanische Journalistinnen),
Spiegel Online (Nordkorea zwingt Obama zum Menschenpoker)

Via Yigg (Nordkorea: Zwölf Jahre Arbeitslager für amerikanische Journalistinnen)

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