GSF von Atomlobby beeinflusst

3. Juni 2009 | Von Kristof Korwisi | Kategorie: Politik

Nach einem Bericht von Spiegel Online hat die – eigentlich unabhängige – Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF) die Sicherheitsstandards für das von ihr betriebene Endlager Asse II auf Druck der Atomlobby deutlich zu Gunsten der Energiekonzerne gesenkt. So durften ab Dezember 1975 angelieferte Atommüllfässer fünfmal mehr Radioaktivität enthalten als für die Einlagerung ursprünglich vorgesehen war.

Endlager Morsleben

Endlager Morsleben

Zugeständnisse wurden auch hinsichtlich der Betonummantelungen der Fässer “hinsichtlich einer optimalen Nutzung des Lagervolumens” gefordert, um die Kosten der Einlagerung zu minimieren.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine lückenlose Überprüfung der damaligen Absprachen. Diese Aufgabe soll der künftige niedersächsische Untersuchungsausschuss übernehmen, der sich voraussichtlich Mitte Juni zur Untersuchung der Missstände in der Asse konstituieren wird.

Quelle: Spiegel Online (Konzerne drückten Sicherheitsstandards im Atommülllager)
Bild: Bundesamt für Strahlenschutz (Endlager Morsleben)

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